Immer wenn die Aktienkurse im Sturzflug sind, stellen sich Anleger die Frage, ob die Investition in eine Immobilie eine sinnvolle Alternative zur Geldanlage auf dem Finanzmarkt sein kann. Ganz pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass vor allem die als Geldanlage und Steuersparmodelle beworbenen Immobilen mit hohem Risiko behaftet sind. Nicht zu vergessen ist auch der Verlust durch Provisionen und Gebühren beim Erwerb von Grundstücken und Gebäuden. Nicht selten sind es vor allem die Anlageberater und Verkäufer, die bei einem Immobilienerwerb profitieren. Die Aufwendungen zum Werterhalt – etwa durch Renovierungen, Pflegearbeiten oder Instandhaltungsaufwendungen – übersteigen oft das Maß der zu erwartenden Wertsteigerung. Den Glücksfällen, bei denen Hausbesitzer in den Genuss einer erheblichen Wertsteigerung ihres Gebäudes kommen, weil zum Beispiel das gesamte Wohnviertel eine Aufwertung erfahren hat, stehen andere Fälle entgegen, bei denen durch den Bau größerer Straßen, die Ausweisung neuer Gewerbegbiete oder neuer Flugschneisen Grund- und Hausbesitzer ganz erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Eine gewisse Sicherheit hat nur der Haus- oder Grundstückskäufer, der aus eigener Kenntnis der regionalen Gegebenheiten die voraussichtliche Entwicklung auf dem Immobilienmarkt einschätzen kann. Unerlässlich ist auch bei dem Erwerb eines Hauses die fachliche Begutachtung der Bausubstanz. Hier zahlt sich die Investition in die Beurteilung durch einen Fachmann in der Regel aus. Gefahren lauern bei der Planung von Um- und Ausbauten: Vor dem Kauf sollte zweifelsfrei geklärt sein, ob die beabsichtigten Änderungen genehmigungsfähig sind. Wenn es sich um ein Mietobjekt handelt, ist die Einsichtnahme in die bestehenden Mietverträge wichtig, zum Beispiel um zu klären, welche Kündigungsfristen und Mietbedingungen vereinbart sind.
Immobilien kaufen – eine sichere Geldanlage?
Autor: admin | Veröffentlicht am 23. August 2011
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