Für viele Menschen lässt sich der Traum vom eigenen Haus noch krönen, indem das Haus nicht fertig gekauft, sondern selbst gebaut wird. Wobei “selbst gebaut” nicht unbedingt alle handwerklichen Tätigkeiten beim Bau eines Hauses umfasst. Vielmehr ist damit gemeint, dass der potenzielle zukünftige stolze Hausbesitzer als eigenständiger Bauherr auftritt und die Arbeiten an der Hausbaustelle finanziert, organisiert und koordiniert. Allerdings wird diese Tätigkeit oftmals massiv unterschätzt. Außerdem unterliegt der Bauherr einer ganzen Reihe von Pflichten und Risiken, die vielen nicht bewusst sind. Hierbei gibt es ganz unterschiedliche Bereiche, bei denen der Bauherr sehr genau auf seine Handlungen und Entscheidungen achten muss. Dies beginnt bereits bei der Auswahl des Baugrundstücks. Denn verzichtet der Bauherr auf einen Architekten und vergisst, vor den Gründungsarbeiten eine Baugrundbewertung vornehmen zu lassen, so trägt er das volle Baugrundrisiko. Kommt es dann später wegen gering tragfähiger Böden zu Setzungsrissen oder wegen hoher Grundwasserstände zu einem nassen Keller, muss der Bauherr ganz allein für die Schäden aufkommen. Aber auch auf der Baustelle selbst wiegt die Last der Verantwortung beim Bauherren schwer, wenn er ohne weitere Unterstützung das Bauvorhaben leitet. So obliegt ihm etwa die Beachtung der Arbeitsschutzmaßnahmen auf der Baustelle. Kommt es zu einem Unfall, dann kann bei mangelhaftem Arbeitsschutz der Bauherr belangt werden. Auch wenn der Bauunternehmer, etwa am Wochenende, offensichtlich Arbeiter ohne Sozialversicherungsnachweis beschäftigt, wird bei einer Entlarvung nicht nur der Unternehmer zur Verantwortung gezogen. All dieses sollte der Bauherr bedenken und, falls er kein ausgewiesener Fachmann ist, einen externen Bauleiter beauftragen.
Hohes Risiko für den Bauherren
Autor: admin | Veröffentlicht am 23. September 2011
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